Anatomie und Pferd - vom Pappmaché zum Plastinat Westfälisches Pferdemuseum Münster

Übersicht Ausstellungsdesign

Szenografie / Ausstellungsarchitektur Die folgenden drei Absätze befassen sich mit den drei Schwerpunkten der Ausstellung: Atelier, Bibliothek, Anatomisches Theater.

Atelier - Zwischen Kunst und Wissenschaft:
Anatomen waren früher bei der Darstellung ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse auf die Kreativität von Künstlern angewiesen. Als Symbole für diese Ateliertätigkeit erscheinen hier folglich Bildhauerstative und Übertragungsgerüste. Die Stative sind drehbar und dienen hier als Informationsträger und ermöglichen den Verzicht auf konventionelle Saalbeschriftung. Das Übertragungsgerüst hingegen stabilisiert und vereint zwei objektgebundene Vitrinen.

Bibliothek - Anwendung in der Tiermedizin:
In diesem Bereich werden historische Bücher und Zeichnungen ausgestellt. Ziel war es, ein klassisches Bibliotheksambiente zu schaffen, ohne zu dominant im Raum zu wirken. Eine bedruckte Textilwand mit der Abbildung einer Bücherwand vermittelt den gewünschten Eindruck mit einer zurückhaltenden Leichtigkeit.

Anatomisches Theater - Einblicke in die Pferdeanatomie:
Historische medizinische Hörsäle bezeichnete man als "anatomische Theater" entsprechend ihrer Architektur eines Amphitheaters. Diesen Grundgedanken greift die Inszenierung auf. Mittelpunkt ist der historisch überlieferte drehbare Seziertisch, der hier als drehbare Leuchtvitrine gestaltet ist. Somit bewegt sich das Schaufenster aus Glas, und man entdeckt wechselnde Objekte innerhalb der Vitrine. Die besetzten Theaterränge stellen stufenartig angebrachte, schwebende Banner (Raumteiler) dar. Die Banner sind bedruckt mit den Portraits berühmter Anatomen sowie mit der Beschreibung ihrer Verdienste.